Ruhe aus Solidarität – keine Präsenzgottesdienste

Wir dürfen (uns versammeln) – viele andere nicht.

Wir verzichten deshalb.

Wir werden nicht zu Gottesdiensten zusammenkommen.

Damit wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir uns an der Seite derer sehen, die schon so lange auf das verzichten müssen, was ihnen lieb, lebenswert und wichtig erscheint. Das ist uns das gemeinsame Feiern von Gottesdiensten auch.

Damit wollen wir auch ein Zeichen setzen, dass „es“ noch nicht vorbei ist. Auch wenn wir glauben, dass wir unter sicheren Bedingungen zusammenkommen, das glauben andere auch. Und dennoch werden immer mehr Menschen krank.

Wir wissen, dass das nur ein Zeichen ist, keine Heldentat. Und deshalb hoffen wir darauf, dass andere auch so handeln. So viele rufen gerade: „Die dürfen – und wir nicht nicht! Wir wollen jetzt auch!“ Solange immer noch mehr und mehr Menschen erkranken und bedroht sind, wäre es doch menschlich zu sagen: Auch wenn wir das Recht auf unserer Seite hätten – wir verzichten.

Verzichten

  • Nicht auf das Glauben.
  • Nicht auf das Beten.
  • Nicht auf die Begegnung mit Gott.

Aber auf den gemeinschaftlichen Gottesdienst an einem Ort. So viele andere haben keine Gelegenheit, zusammenzukommen in Vereinen oder in Familien. Wir wollen da keine religiöse Extrawurst für uns braten. Glauben, Beten und die Begegnung mit Gott sind nicht darauf angewiesen in Kirchen stattzufinden.

Wir freuen uns, wenn das wieder möglich ist, weil wir wissen, dass es intensiver, echter, vielseitiger, tiefer sein kann als das Glauben und Beten für sich allein.Wenn es soweit ist, laden wir gern dazu ein, genau das wieder auszuprobieren: In Gemeinschaft Glauben, Beten, Gott begegnen.

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